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Station Zeche Nachtigall

Die Gleisanlagen dieses Haltepunktes gehören schon zum Bahnhof Witten-Bommern. Wo früher viele Gleise die zahllosen Güterwagen aufnahmen wird nun für die Fahrgäste der RuhrtalBahn ein neuer Bahnsteig angelegt. Zeche Nachtigall bildet somit nicht nur den geografischen Mittelpunkt der RuhrtalBahn.

Hier finden Sie zahlreiche Möglichkeiten die Geschichte des Ruhrbergbaus zu erforschen oder nur einfach durch die schönen Wälder des Ruhrtals zu streifen. Das Muttenthal, benannt nach dem Muttenbach, liegt in einem Gebiet, in dem die Steinkohleflöze des oberen Karbons zutage treten. Entstanden sind die Flöze vor über 300 Millionen Jahren aus riesigen Sumpfwäldern, die immer wieder vom Meer überschwemmt und mit Sand- und Tonschichten bedeckt wurden, so dass sich Schichtenfolgen bildeten. Einer Sage nach entdeckte im Mittelalter ein Schweinehirt die Kohle als ein Lagerfeuer am nächsten Morgen immer noch glühende Kohlen enthielten. Der Abbau der Kohle begann ca. 1510 mit dem Tagebergbau, die erste urkundliche Erwähnung findet sich in einer Gerichtsakte von Burg Hardenstein im Jahre 1552.

Auch von hier aus können Sie mit einem beschaulichen Spaziergang entlang des Bergbauwanderwegs im Muttental eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit erleben.

Das LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall informiert über die Entwicklung des Bergbaus im Ruhrtal. Am Eingang des Wittener Muttentals erinnern mehrere historische Bruchsteingebäude der später zu einer Ziegelei umgebauten Zeche an den frühen Bergbau an der Ruhr. Das Bergwerk entwickelte sich aus einer 1714 erstmals erwähnten Kleinzeche. Sie ging 1832 vom Stollenbau zum Tiefbau über und setzte dabei auch Dampfmaschinen zur Wasserhaltung und Kohlenförderung ein.

Im Maschinenhaus steht eine der ältesten Dampffördermaschinen des Reviers von 1887, die regelmäßig vorgeführt wird. Im Besucherbergwerk Nachtigallstollen können Museumsgäste - ausgerüstet mit Helm und Grubenlampe - zu einem echten Steinkohleflöz vorstoßen. Sie erleben am eigenen Leib die Arbeitsbedingungen im Kohlebergbau vergangener Tage. Vor dem Stolleneingang zeigt "Zeche Eimerweise" mit einer original rekonstruierten Schachtanlage den Kleinbergbau nach 1945. An Bord eines 35 Meter langen Segelschiffs wird die Geschichte des Schiffsbaus und der Kohlenschifffahrt auf der Ruhr wieder lebendig.

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35, 58452 Witten-Bommern
Telefon: (02302) 936640
www.lwl.org/

Öffnungszeiten:
dienstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene 2,40 €
Kinder 6-17 J. 1,50 €
Familie 5,80 €
weitere vergünstige Preise (Gruppen usw.) auf Anfrage bzw. siehe Internet

Besucherstollen
Während der Öffnungszeiten des Museums finden regelmäßig Führungen durch das Besucherbergwerk Nachtigallstollen statt. In einer wieder erschlossenen Strecke im Kohleflöz "Geitling 3" zeigt das Museum typische Arbeitssituationen im Kleinbergbau.

Stollenführungen für Einzelbesucher:
Di - Fr: 11, 13, 15 und 17 Uhr und Sa - So: stündlich 11 bis 17 Uhr. Kosten: 1 €, ermäßigt 50 Cent

(Angaben zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen ohne Gewähr.)

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